Die Evangelische Gemeinde Köln entwidmet zwei ihrer bislang fünf Kirchen. Das Presbyterium beschloss am 29. Mai, die Lutherkirche in der Südstadt und die Thomaskirche im Agnesviertel als Gottesdienstorte aufzugeben. Die Gottesdienste sollen künftig auf drei Standorte konzentriert werden: die Antoniterkirche, die Christuskirche und die Kartäuserkirche.
Für die Thomaskirche ist der Abriss vorgesehen. Im Protokoll einer Gemeindeversammlung heißt es: „Die Kita bleibt erhalten. Die Kirche und weitere Gebäude werden abgerissen.“ Auf dem Gelände sollen drei neue Häuser entstehen. Geplant sind 18 Plätze in betreuten Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, Mietwohnungen sowie Räume für die Verwaltung der evangelischen Karl-Immanuel-Küpper-Stiftung sowie für therapeutische und pädagogische Angebote.
Auch die Lutherkirche verliert ihren Status als Gotteshaus. Wie weit das Gebäudeensemble umgebaut oder teilweise abgerissen wird, steht noch nicht fest. Der denkmalgeschützte Turm soll erhalten bleiben. Nach Angaben der Gemeinde läuft derzeit ein Auswahl- und Planungsverfahren für die künftige Nutzung des Grundstücks. Ergebnisse werden für den Herbst erwartet.
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