Die Grünen-Politikerin und Sprecherin für Klimapolitik ihrer Bundestagsfraktion, Lisa Badum, fordert gegenüber der taz einen Gedenktag für Hitzetote. So sagte die Abgeordnete gegenüber der Zeitung: „Es geht darum zu zeigen, dass die Klimakrise nichts Abstraktes ist oder nur weit entfernt in Pakistan und Bangladesch stattfindet, sondern bei uns zusätzliche Tote nach sich zieht“.
Badum beklagt weiter: „Hitzetote sind unsichtbar, sie sterben in ihren Wohnungen oder in Pflegeheimen“. Deshalb fordert sie zum Schutz der Menschen eine strengere Klimapolitik – gleichzeitig betont sie, dass „ein Gedenktag als Symbol wichtig“ sei.
Dabei werden in Deutschland Hitzetote nicht einmal erfasst – die meisten sterben nämlich nicht allein an der Hitze, sondern in Kombination mit Vorerkrankungen. Deshalb handelt es sich bei den meisten Hitzetoten auch um Menschen über 85 Jahre – also weit über der Lebenserwartung eines durchschnittlichen Deutschen. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass unter Mitwirkung der Hitzewelle in diesem Jahr bereits 4.400 bis 5.800 Menschen gestorben sind – genaue Zahlen gibt es nicht.
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