Kohei Saito, der an der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte und Mitherausgeber der Marx-Engels-Gesamtausgabe ist, zeichnet eine düstere Zukunft. In seinem neuen Bestseller „Am Ende des Fortschritts“ sieht der bekennende Marxist den Kapitalismus als zentralen Treiber kommender Krisen: Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesellschaftliche Verteilungskämpfe drohten die Welt in eine Ära permanenter Notlagen zu führen. Seine Antwort: weniger Wachstum und eine neu gedachte Planwirtschaft.
Unterschiedlicher könnte Rainer Zitelmanns Buch „Zero Sum Mindset“ kaum sein. Darin widerspricht Zitelmann klar der These, dass reiche Menschen an allem schuld seien. Viele Menschen glauben an die Vorstellung eines „Nullsummenspiels“: Wenn eine Person gewinnt, müsse einer anderen zwangsläufig etwas weggenommen worden sein. Zitelmann widerspricht diesem Denken und sieht im Kapitalismus die Lösung.
Zwei Bücher, zwei grundsätzlich verschiedene Weltbilder.
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