Ganz gleich, welche Kreditsummen Friedrich Merz und sein Finanzminister Lars Klingbeil aktivieren mögen: Es gelingt ihnen nicht einmal mehr, ein konjunkturelles Strohfeuer in der deutschen Industrie zu zünden. So schwer wiegt der Schaden, den Klima- und Energiepolitik sowie Überbürokratisierung den einst am Weltmarkt so erfolgreichen deutschen Betrieben zugefügt haben.
Monat für Monat ist es das gleiche Schauspiel: Die Kernsektoren der deutschen Industrie melden trotz massiver Investitionen des Staates in den Rüstungssektor verheerende Zahlen. Im April las sich der Auftragseingang der deutschen Industrie erneut wie eine wirtschaftliche Horrorshow. Unterm Strich steht ein gesamter Rückgang bei den Industrieaufträgen im Vergleich zum März um 3,8 Prozent.
Die Krise der deutschen Industrie wird seit dem Jahr 2018 immer sichtbarer. Seitdem stagniert die Arbeitsproduktivität, inzwischen ist sie sogar leicht rückläufig. In Kernsektoren wie der Chemie ist die Produktion seither teilweise um mehr als 20 Prozent eingebrochen. Das entspricht einer ökonomischen Depression und keinem lehrbuchartigen Konjunkturverlauf.















