„In welchem Land würden Sie denn lieber leben als in Deutschland?“ – beim BDI reagiert Merz bissig auf Kritik

vor etwa 2 Monaten

„In welchem Land würden Sie denn lieber leben als in Deutschland?“ – beim BDI reagiert Merz bissig auf Kritik
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim „Tag der Deutschen Industrie“ des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) eine neue Losung für die nächsten Jahre ausgegeben. Bezugnehmend auf Ludwig Erhard, der 1957 das Buch „Wohlstand für alle“ verfasst hatte, sagte er: „Jetzt müssen wir die zweite Auflage dieses Buches schreiben, und der Titel lautet: Wohlstand für die Jugend.“ Man müsse jetzt die Weichen stellen, damit die nächste Generation gute Chancen habe. „Nach ,Wohlstand für alle‘ muss jetzt folgen: Wohlstand für die Jugend.“

Bei der Podiumsdiskussion, die sich seiner Rede anschloss, wies er Kritik an seiner Arbeit scharf zurück. Die Moderatorin sagte, dass bei solchen Veranstaltungen oft darüber geredet werde, welche Visionen man für Deutschland habe und welche Geschichten man erzählen wolle. Doch große Teile der Gesellschaft hätten gar nicht die Zeit, sich diese Frage zu stellen. Sie wollte deshalb vom Kanzler wissen: „Werden Sie es schaffen, die Sinnfrage rechtzeitig zu beantworten, damit wir eben nicht diese Radikalisierung im Land sehen? Was werden Sie konkret tun, damit das passiert?“

Merz nahm Bezug auf die Aussage des Unternehmers Hans-Toni Junius, der gesagt habe, dass er neuen Führungskräften eine Bewährungszeit von zwei Jahren gebe. Die Bundesregierung brauche Zeit. Dann wurde er deutlich: „Wir haben viele Jahre verschenkt und viele Dinge nicht angepackt, die wir längst hätten anpacken müssen. Das ist nicht nur die Politik, das ist die Gesellschaft insgesamt.“ Das hole man nun auf.

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