Wir müssen jetzt mal einhalten mit dem Verächtlichmachen von Keir Starmer à la ‚he’s a wanker‘. Die Briten haben nun einmal einen kraftvollen Humor, und der macht keine Gefangenen, auch nicht, wenn es sich um Staatsoberhäupter handelt. Und so sehr wir die Briten in der Sache verstehen: Aus deutscher Perspektive ist Starmer ein Stern der Hoffnung, wir wollen ihn entsprechend rühmen und loben, er ist der Held der Woche, ein Vorbild, an dem sich Merz und Macron ein Beispiel nehmen sollten. Man muss auch mal loslassen können, wenn die Lage aussichtslos und kein Rettungsring in der Nähe ist. Also!
Großbritannien hat im Übrigen Erfahrung mit Rücktritten. Wie viele Premiers hat das Vereinigte Königreich schon verschlissen in den vergangenen Jahren? Liz Truss etwa hat es gerade mal 50 Tage in der Downing Street ausgehalten, trotz Chief Mouser Larry the Cat.
Seit 2016 ist nun Keir Starmer der sechste, das schlägt das notorisch volatile Italien, in dem vor Meloni gerade mal vier den Hut genommen haben. Deutschland hinwiederum hätte es gut getan, wenn es statt Angela Merkel ein wenig Abwechslung gegeben hätte. Womit nicht Scholz und Merz gemeint sind. Wankers, all of them.
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