Die linke Kampagnenorganisation „Campact“ versucht, zahlreichen YouTube-Kanälen Werbeeinnahmen zu entziehen, die man – in verschiedenen Spielarten – als „rechts“ einordnet. Dazu ließ der Verein mithilfe von rund 15.000 Unterstützern erfassen, welche Firmen vor den Videos Werbung schalten, und kontaktierte anschließend etwa 90 Unternehmen. Damit soll letztlich auch die wirtschaftliche Existenz der Betreiber vernichtet oder beschädigt werden.
Apollo News liegt die E-Mail, mit der „Campact“ Unternehmen kontaktiert und unter Druck setzt, vor. Die von der Organisation ins Visier genommenen Kanäle werden dort als „Hetzkanäle“ beschrieben. Die Unternehmen, die unter Druck gesetzt werden sollen, werden direkt angesprochen: „Gemeinsam mit Tausenden Unterstützer*innen haben wir recherchiert, welche Unternehmen Werbung vor Hass- und Hetzvideos schalten. Besonders häufig ist dabei Ihr Unternehmen aufgefallen: Die Teilnehmenden unserer Recherche haben uns vielfach bestätigt, dass Sie vor AfD-nahen Inhalten werben.“
Zwar sei „Campact“ bewusst, „dass Werbung auf Youtube automatisiert geschaltet wird und Unternehmen sich Platzierungen in der Regel nicht gezielt aussuchen“, heißt es in der E-Mail.„Dennoch liegt es in Ihrer Verantwortung, Hetz-Kanäle als Werbepartner auszuschließen. Andernfalls unterstützen Sie mit Ihrem guten Ruf und gegebenenfalls auch mit Ihrem Werbebudget Youtube-Kanäle, die Desinformationen und Hass gegen Minderheiten verbreiten. Das zu verhindern, ist nicht schwer: Unternehmen wie Aldi Süd haben nach Hinweisen von uns direkt gehandelt und Hass-Kanäle auf die Sperrliste gesetzt.“
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