In der MDR-Spitzenrunde zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern und Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz einen Zusammenhang zwischen Migration und Problemen der inneren Sicherheit bestritten. Sicherheitsprobleme seien keine Frage der Migration, sondern eine Aufgabe von Polizei und Justiz. Sziborra-Seidlitz wollte das ausgerechnet mit dem Münchner Oktoberfest belegen.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte zuvor auf die massiven Sicherheitsvorkehrungen bei öffentlichen Veranstaltungen verwiesen. „Jeder Weihnachtsmarkt sieht aus wie eine Festung“, sagte Siegmund. Auch kleinere Veranstaltungen seien inzwischen mit hohen Sicherheitsauflagen konfrontiert. Als Beispiel nannte er das Burgfest in Tangermünde. Dann wandte er sich direkt an Sziborra-Seidlitz: „Haben Sie das Problem nicht in Quedlinburg?“ Sziborra-Seidlitz ist dort seit 2014 Stadträtin.
„Natürlich haben wir das Problem“, antwortete sie. Einen Zusammenhang mit Migration wollte sie jedoch nicht gelten lassen. Dann führte Sziborra-Seidlitz das Münchner Oktoberfest als Gegenbeispiel an. „Wir haben zum Beispiel beim Oktoberfest in München seit Jahrzehnten solche Sicherheitsmaßnahmen wegen eines rechtsextremen Anschlages“, behauptete sie. „Es ist ein Problem von Sicherheit und nicht ein Problem von Migration. Hören Sie auf, dafür Menschengruppen verantwortlich zu machen.“
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