Die gequälten Corona-Kinder – wie die Schuld nun in der Enquete hochkocht

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Die gequälten Corona-Kinder – wie die Schuld nun in der Enquete hochkocht
Bildquelle: NiUS

Yukiko ging gern zur Schule, hatte Freunde und fühlte sich wohl. Dann begannen die Corona-Maßnahmen. Als Neunjährige musste sie allein hinter einer Plexiglaswand sitzen, die sie morgens selbst in den Klassenraum trug und nachmittags wieder wegräumte.

Sie hatte ein gesundheitlich begründetes Maskenattest. Statt mit ihren Mitschülern zusammenzusitzen, wurde sie abgesondert. „Ich musste in der Ecke sitzen, allein hinter einer Plexiglaswand“, berichtet sie. Auch beim Sport habe sie Abstand zur Gruppe halten und allein laufen müssen.

Die heute 15-jährige Yukiko-Mathilda Siber schilderte ihre Erfahrungen am Montag, dem 12. Oktober, vor der Corona-Enquete des Bundestages. Ihre Aussagen werfen die Frage auf, wie Erwachsene mit den ihnen anvertrauten Kindern umgingen – und wer dafür Verantwortung übernimmt.

Kinder und Jugendliche hatten insgesamt ein sehr geringes Risiko für eine schwere Corona-Erkrankung. Für Kinder wie Yukiko wurde der Alltag durch die Corona-Politik dennoch zur Hölle. Mitunter herrschten an den Schulen strengere Vorschriften als in anderen Freizeit- und Arbeitsbereichen.

So fiel in Schleswig-Holstein die Maskenpflicht im Herbst 2021 in zahlreichen Freizeitbereichen unter 3G bereits am 20. September. Am Sitzplatz entfiel sie erst am 1. November, genau sechs Wochen später. Bayern schloss den Schulunterricht ausdrücklich von der allgemeinen Ausnahme von der Maskenpflicht bei 1,5 Metern Abstand aus. In Berlin blieben Schultests verpflichtend, während für Beschäftigte in Büro- und Verwaltungsgebäuden keine entsprechende Pflicht bestand. Erst ab dem 7. Juni wurden die anlasslosen Schultests freiwillig.

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