All We Are Saying Is: Give Peace a Chance

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All We Are Saying Is: Give Peace a Chance
Bildquelle: Tichys Einblick

Es begann mit 5.000 Schutzhelmen. Damals galt selbst das als heikel. Heute liefert Deutschland schwere Waffen und Munition, bildet ukrainische Soldaten aus, finanziert Rüstungsproduktion und vertieft die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit bei Entwicklung und Herstellung von Waffensystemen.

Völkerrechtlich macht das Deutschland nicht automatisch zur Kriegspartei. Politisch, finanziell, militärisch und rüstungsindustriell ist Deutschland jedoch tief in diesen Krieg involviert.

Vom Stahlhelm zur gemeinsamen Rüstungsproduktion – Schritt für Schritt, Eskalationsstufe für Eskalationsstufe. Doch was ist eigentlich das deutsche Ziel?

Über die Opferzahlen herrscht große Unsicherheit. Russland und die Ukraine veröffentlichen keine verlässlich vollständigen eigenen Verlustzahlen, und Schätzungen unterscheiden sich erheblich.

Aktuelle Modelle bewegen sich jedoch in Größenordnungen von mehreren Hunderttausend Toten und weit über einer Million Toten und Verwundeten zusammen; einzelne Schätzungen reichen bei den gesamten militärischen Verlusten einschließlich Verwundeter und Vermisster bis über zwei Millionen.

Das Wort „verwundet“ verharmlost, was moderne Artillerie, Minen und Drohnen anrichten können: abgerissene Beine, zerfetzte Arme, verbrannte Gesichter, zerstörte Augen, Hirnverletzungen und Menschen, die lebenslang schwerbehindert bleiben.

Wir reden möglicherweise über eine halbe Million oder mehr Tote und über weit mehr als eine Million getroffene, verletzte und zum Teil verstümmelte Menschen. Hinter jeder Zahl steht ein Körper.

Man kann für die Argumentation die für Russland ungünstigste Annahme wählen: Russland hat die Ukraine einseitig überfallen, Putin handelt skrupellos und die Ukraine befindet sich im Recht. Selbst dann folgt daraus nicht, dass jede weitere Fortsetzung des Krieges bis zu einem maximalen militärischen Ziel verantwortungsethisch richtig sein muss.

Gesinnungsethik fragt: Wer hat Recht? Verantwortungsethik muss zusätzlich fragen: Was bewirkt mein Handeln? Wie viele Menschen sterben noch? Welches Ziel ist realistisch? Und welches Eskalationsrisiko darf Deutschland gegenüber einer Atommacht eingehen?

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