Wer lud Firas Remmo in den Reichstag ein?

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Wer lud Firas Remmo in den Reichstag ein?
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Fall Ferat Koçak hat die Nähe, die zwischen politischen Parteien und kriminellen Clans herrschen kann, ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die Linkspartei nimmt in dieser Hinsicht eine besondere Stellung ein – sie steht aber kaum alleine da, wie verschiedene Fälle aus Landes-Berlin und einer aus Bundes-Berlin zeigen.

Die SED-Linke hat sich, zumal in Berlin, aber auch anderswo systematisch mit migrantischen und muslimischen Milieus verbündet, war sich nicht zu schade für „Yalla, Intifada“-Rufe im Wahlkampf, ebenso wenig für hamasnahe ‚Widerstandskämpfer‘ von der linksradikalen PFLP. Auf zwei Wahlkampfparties der Berliner Linkspartei kam es zu Bildern, die das Fass zum Überlaufen brachten, für alle, die es noch nicht wussten: Clanchef Issa Remmo zeigte sich siegesfroh den Kameras, gab Interviews und verteidigte die Pro-Pali-Linie der LINKEN. Später meinte er gegenüber Spiegel TV wortkarg, er habe auf der LINKEN-Party nur „ein bildhübsche Mädchen klarmachen“ wollen.

Remmo ist seit den 1980er-Jahren als zentraler Akteur im Clanmilieu bekannt, wurde dutzende Male festgenommen, aber nie verurteilt. Noch immer läuft ein Prozess um die Beschlagnahmung von 77 Berliner Immobilien der Familie, die wohl mit Kriminalitätserlösen bezahlt wurden. Die Raubzüge seiner Kinder und Neffen verharmlost Remmo als Taten von „Kindern“, für die er aber nicht haftbar zu machen sei.

Für Koçak war die Affäre einschneidend, aber man hat das Gefühl, noch nicht einschneidend genug. Er legte seine Mitgliedschaft im Innenausschuss des Bundestages nieder, nicht aber sein Mandat – trotz eines Skandals, der den Glauben an seine politische Rechtschaffenheit erschüttert hat. Aber vielleicht ist so etwas in den Neuköllner Brüder-Kreisen auch schlicht egal. Firas Remmo schreibt über sich und Koçak: „Wir sind Teil von etwas Großem … Wir sind ein Team.“

Mit Lügen und Schutzbehauptungen verschlimmerte Koçak den Skandal, etwa wenn er sagte, er habe nicht gewusst, mit wem er da Nachrichten austauschte – das war nämlich Firas Remmo, der Sohn von Issa Remmo. In den Chats ging es wohl darum, Antifa-Leuten Handys zu besorgen. Das war Anfang 2026, und in dieser Zeit will auch Issa Remmo den LINKEN-Politiker kennengelernt haben. Die Mesalliance Koçak–Remmo hätte sich demnach stürmisch entwickelt, wenn sie nicht deutlich älter war..

Und nun gibt es ein neues Bild, eigentlich ein älteres, diesmal von Firas Remmo in einem ziemlich geräumigen, stahlglänzenden Fahrstuhl. Der Remmo-Sohn veröffentlichte es am 1. Juli 2022 auf seinem Instagram-Profil. Das Problem dabei: Der Fahrstuhl befindet sich eindeutig im Reichstagsgebäude. Einige X-Profile pfeifen diese News schon von den Dächern. Ein Bildvergleich zeigt, dass es sich genauso verhält. Und ein KI-Bild scheint es nicht zu sein.

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