Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat einen Gastbeitrag des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) aus dem Netz genommen. Grund sind Zweifel daran, ob der Beitrag eigenständig verfasst wurde oder in erheblichem Umfang mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden ist.
Der Text über Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche war am 13. August erschienen. Auf Nachfrage der Zeitung zur Entstehung des Beitrags verwies die Thüringer Staatskanzlei lediglich allgemein darauf, dass KI im Jahr 2026 zum Arbeitsalltag moderner Organisationen gehöre und auch „unterstützend bei der Erstellung von Reden, Texten und Beiträgen“ eingesetzt werde.
Der FAZ genügte diese Antwort nicht. Die Zeitung entfernte den Gastbeitrag aus ihrem Archiv. Zur Begründung erklärte sie, bei Gastbeiträgen gehe man grundsätzlich davon aus, dass sie von Menschen verfasst seien und „indirekte und direkte Zitate stimmen“. Originalbeiträge mit KI-generierten Texten veröffentliche man grundsätzlich nicht, sofern die KI-Nutzung nicht selbst Gegenstand des Beitrags sei.
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