Fast zwei Monate verschwiegen: Flüchtling dringt in Berliner Plenarsaal ein – Messer in seinem Koffer

vor 2 Tagen

Fast zwei Monate verschwiegen: Flüchtling dringt in Berliner Plenarsaal ein – Messer in seinem Koffer
Bildquelle: Apollo News

Ein Mann ist während einer laufenden Sitzung in den Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhauses eingedrungen. In seinem zuvor abgegebenen Gepäck wurde später ein Messer entdeckt. Öffentlich gemacht wurde der Sicherheitsvorfall zunächst nicht. Erst fast zwei Monate später wurde der Fall bekannt.

Der Vorfall ereignete sich am 2. Juli bei der letzten Plenarsitzung vor der Sommerpause. Das Abgeordnetenhaus tagte an diesem Tag von 10 bis 20 Uhr. Im Nachrichtenarchiv des Parlaments findet sich über den Zwischenfall keine Mitteilung. Auch die Berliner Polizei veröffentlichte damals keine entsprechende Polizeimeldung. Das 137 Seiten lange offizielle Protokoll der Sitzung enthält ebenfalls keinen Hinweis auf den Eindringling.

Die B.Z., die den Fall nun öffentlich machte, berichtet, die „dramatische Sicherheitspanne“ habe „geheimgehalten werden“ sollen. Nach Informationen der Zeitung handelt es sich bei dem Mann um einen Flüchtling, der in Spandau lebt. Er hatte einen regulären Besucherausweis und saß zunächst auf der Besuchertribüne. Dort fiel er durch lautes Reden und Gestikulieren auf. Anschließend verließ er die Tribüne und lief in Richtung des Plenarsaals.

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