Gegen die frühere Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson wird wegen des Verdachts der Untreue in einem besonders schweren Fall ermittelt. Das berichtet der Spiegel am Donnerstag. Im Falle einer Verurteilung liegt die Mindesthaftstrafe bei sechs Monaten, die Höchststrafe bei zehn Jahren Gefängnis.
Wedl-Wilson soll Projekte gefördert haben, die nicht in einem Juryverfahren ausgewählt wurden. Der CDU-Fraktionschef Dirk Stettner und der Haushaltsexperte Christian Goiny sollen sie im Frühjahr 2025 unter Druck gesetzt haben, Geld für die Projekte zu genehmigen. In Chatnachrichten soll Wedl-Wilson zugegeben haben, dass sie Gesetze überschreite, berichtet der Tagesspiegel. Gegenüber dem Untersuchungsausschuss sagte sie, dass sie nichts von den Verwaltungsfehlern gewusst habe, die der Rechnungshof monierte.
Im Weiteren machte sie von ihrem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. In der Sitzung, die am 29. Mai stattfand, begründete sie ihr Schweigen damit, dass eine Strafanzeige gegen sie vorliege.
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