Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, gerät zunehmend unter Druck – und zwar auch in seiner eigenen Partei: Schlechte Umfragewerte, die Affäre um Wegners Reaktion auf den Blackout im Januar und Unruhe im Kabinett belasten den CDU-Politiker schwer. Wie der Tagesspiegel jetzt berichtet, haben sich erstmals seit der Abgeordnetenhauswahl 2023 alle zwölf Chefs der Berliner Kreisverbände der Christdemokraten gemeinsam mit Wegner getroffen – und das offenbar, um ihm die Leviten zu lesen.
Es soll im Ton zwischenzeitlich laut geworden sein, schreibt die Zeitung – offenbar weil die Kreischefs sowohl im Ton als auch im Inhalt hart mit Wegner ins Gericht gegangen sind. Kein Wunder: Laut Tagesspiegel sprechen manche in der Partei in Bezug auf die Lage des Regierenden Bürgermeisters von einem „Desaster“.
In einer neuen Umfrage, die am Mittwoch durch den RBB veröffentlicht wurde, fällt die CDU in der Bundeshauptstadt auf ihren niedrigsten Wert seit 2020 – sie steht nur noch bei 19 Prozent und ist nur noch knapp stärkste Kraft. 2023 holten die Christdemokraten noch 28 Prozent und wurden deutlich stärkste Kraft. Mittlerweile droht die CDU auf den gleichen Stand zu fallen wie Grüne, Linke und AfD, die jeweils bei 18 Prozent stehen (Apollo News berichtete). Eine Wiederwahl Wegners ist damit alles andere als sicher. Rot-Rot-Grün scheint als Koalitionsoption derweil sehr realistisch zu sein – möglicherweise sogar unter einem Regierenden Bürgermeister von der Linkspartei.
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