Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat ein eigenes Rentenkonzept erarbeitet. Es soll am Freitag vorgestellt werden und widerspricht den Vorschlägen der Rentenkommission der Regierung in zentralen Punkten. Während die Regierungskommission vorgeschlagen hat, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen, will der DGB an der sogenannten „Rente mit 63“ festhalten.
Ebenso lehnt der DGB eine Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Außerdem wird eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge gefordert. Demnach sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, eine tariflich organisierte Betriebsrente anzubieten, wie die Zeit berichtet. Dazu sollen seitens des Arbeitgebers zwei Prozent des Bruttolohns oder mindestens 988 Euro pro Jahr eingezahlt werden.
Finanziert werden sollen diese und andere Maßnahmen hauptsächlich durch die Arbeitgeber und Gutverdiener. Zum einen soll es „leicht erhöhte Beiträge“ geben, zum anderen einen größeren Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. Dieser Zuschuss soll aus „hohen Einkommen, großen Vermögen und Kapitaleinkünften“ finanziert werden. In dem 11-seitigen Papier heißt es laut Welt, dass es „nicht um Mathematik oder die Personenzahl in bestimmten Altersgruppen“ gehe. „Es geht um die gerechte Verteilung des Wohlstands, um gute Arbeit, gute Löhne und gute Renten.“
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