Erneute Vertreibungskampagne gegen Apollo News geplant

vor 3 Monaten

Erneute Vertreibungskampagne gegen Apollo News geplant
Bildquelle: Apollo News

Erneut ruft die linksradikale Szene in Berlin zu Protesten gegen Apollo News auf und markiert den Ort der Redaktionsräume als Ziel. Eine Fahrraddemo soll das „Haus der Apollo-News-Redaktion“ am Samstag besuchen, kündigt die Initiative „Apollo Nö“ an. Illustriert wird der mit linksextremen Antifa-Codes gespickte Aufruf mit einem Flugzeug, das vor der Hausfassade der Redaktion von Apollo News einschlägt. Es ist das Foto eines Flugzeugs, das der Pilot einst in ein Stadion im US-amerikanischen Baltimore steuerte.

Ein verbreiteter Flyer zur neuen Demonstration zeigt, wie offen die Kampagne gegen Medienstandorte geführt wird. Unter der Überschrift „Rechte Hetzredaktionen landen in Kreuzberg“ heißt es dort, Apollo News und Nius bedienten „Rassismus und Kulturkampf, Antifeminismus und Queerfeindlichkeit“ sowie das „Phantasma einer linken Meinungsdiktatur“. Mit einer Fahrrad-Demo und Kundgebung wolle man über die Tätigkeiten dieses „Krawall-Journalismus“ informieren und klarmachen, dass diese Medien „in Kreuzberg, in Alt-Treptow und überall sonst unerwünscht“ seien.

Die taz berichtet ausführlich über die bevorstehende Demonstration und nennt dabei auch Zeitpunkt und Ort der Veranstaltung. Sie beschreibt die Aktion als Fahrraddemonstration, mit der Antifaschisten die Nachbarschaft „sensibilisieren“ wollten. Der Bericht übernimmt im Grunde die Perspektive der Aktivisten. Moritz Warnke, Bezirksvorsitzender der Linken in Treptow, kommt in dem Artikel zu Wort. Er vermutet laut taz, der Umzug von Apollo News sei auch auf „den demokratischen Prozess im Kiez“ zurückzuführen. Ein Sprecher der Initiative „Apollo Nö“ sagte der Zeitung: „Wir haben uns gefreut, dass ‚Apollo‘ aus Alt-Treptow weggezogen ist, aber das Problem ist nur umgezogen und nicht aus der Welt.“

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