Eine Billion Euro: Die Alles-egal-Schuldenpolitik der EU-Spitze

vor etwa 1 Stunde

Eine Billion Euro: Die Alles-egal-Schuldenpolitik der EU-Spitze
Bildquelle: Tichys Einblick

Im Jahr 2019, vor Beginn der Corona-Pandemie, lag der Schuldenstand der EU bei 52,1 Milliarden Euro, im Jahr 2025 aber bereits bei 738,9 Milliarden Euro. Damit hat sich die gemeinsame Verschuldung bis 2025 um etwa das 14-Fache vergrößert, für 2027 ist eine weitere Steigerung auf eine Billion Euro prognostiziert.

Der EU-Rechnungshof kritisierte bereits scharf diese Alles-egal-Finanzpolitik von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihrem Kommissions-Team: Die EU muss zwar nicht jede fällige Anleihe sofort vollständig aus Haushaltsmitteln tilgen – die Kommission kann einen Teil der Schulden durch die Ausgabe neuer Anleihen refinanzieren. Aber der EU-Haushalt ist den Schwankungen der Zinsen auf den Finanzmärkten ausgesetzt.

Diese Abhängigkeit ist bereits teurer geworden als etwa bei der Schaffung von NextGenerationEU erwartet: Im Finanzrahmen 2021 bis 2027 waren ursprünglich 14,9 Milliarden Euro für Zinsen und Kuponzahlungen auf die NGEU-Verschuldung eingeplant. Der Rechnungshof schätzt nun, dass die Finanzierungskosten für die nicht rückzahlbaren Hilfen im laufenden Rahmen auf 28,3 Milliarden Euro steigen könnten – also auf etwa das Doppelte der ursprünglichen Annahme.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel