Die Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ soll potenzielle Gewalterfahrungen im persönlichen Umfeld beleuchten – am Dienstag sind die Ergebnisse durch Bundesfamilienministerin Karin Prien (CSU), Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und den Präsidenten des Bundeskriminalamtes Holger Münch vorgestellt worden.
Dabei fallen zwei Dinge elementar auf: Frauen mit Migrationshintergrund sind viel häufiger Opfer als Frauen ohne Migrationshintergrund, wobei Frauen an sich bereits deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Und: Die Bundesregierung betrachtet mit dieser Studie einen Gewaltbegriff, der auch nicht-strafbares Verhalten einschließt.
Egal in welches Deliktfeld man schaut – ob Bedrohung, sexuelle Übergriffe bis hin zu körperlicher Gewalt: Frauen mit Migrationshintergrund sind immer deutlich häufiger betroffen als Frauen ohne Migrationshintergrund. 7,6 Prozent der migrantischen Frauen haben nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren körperliche Gewalt erfahren. Damit ist die Betroffenheitsquote 76 Prozent höher als bei Frauen ohne Migrationshintergrund (4,3 Prozent).
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