Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche plant eine neue staatliche Gasreserve. Bezahlen sollen sie offenbar die Gaskunden. Nach Informationen von Reuters soll die Reserve nicht aus dem Bundeshaushalt finanziert werden, sondern über eine Umlage auf Gasverbraucher.
Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte am Dienstag entsprechende Pläne. Demnach liegt ein innerhalb der Regierung abgestimmtes Konzept vor, um die Gasversorgung auch in außergewöhnlichen Krisenlagen abzusichern. Angestrebt wird ein Kabinettsbeschluss Mitte August. Die Regelung könnte zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Die Reserve soll rund 24 Terawattstunden Erdgas umfassen. Das entspricht knapp zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität. Sie soll ausdrücklich nicht der normalen Winterversorgung dienen. Diese bleibe Aufgabe von Händlern, Lieferanten und Versorgern. Der Staat soll nur für Extremfälle vorsorgen: Sabotage an kritischer Energieinfrastruktur, plötzliche Importausfälle oder eine globale Gasmangellage.
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