„Druck gibt es immer“: Muslimische Journalistin gegen Kopftuchverbot für Mädchen und für Fasten an Schulen

vor 3 Monaten

„Druck gibt es immer“: Muslimische Journalistin gegen Kopftuchverbot für Mädchen und für Fasten an Schulen
Bildquelle: Apollo News

Bei Markus Lanz wurde am Dienstagabend über Islamismus diskutiert. Die muslimische Autorin Khola Maryam Hübsch, die der Ahmadiyya-Gemeinde angehört, sprach sich dabei gegen ein Verbot von Kopftüchern für Mädchen aus. Sie wies darauf hin, dass es „theologisch nicht vorgeschrieben“ sei. Doch auf die explizite Nachfrage der Autorin Güner Balci, ob sie das Kinderkopftuch verbieten würde, verneinte sie: „Und trotzdem bin ich gegen ein Verbot. Wissen Sie, wenn sie das Betteln verbieten, schaffen sie die Armut nicht ab.“

Markus Lanz bezeichnete das als einen „schrägen Vergleich“ und bohrte nach. Hübsch, die unter anderem für die FAZ schreibt, wehrte ab: „Kippaverbot, Kippaverbot, das ist die Antwort. Wenn sie das Kopftuch für Kinder verbieten, dann müssen Sie auch die Kippa verbieten.“ Sie verwies auf die verfassungsmäßig gewährleistete Religionsfreiheit.

Lanz widersprach und sagte, dass Islamisten die gegebenen Rechte „unvorstellbar spektakulär ausnützen“ könnten, wenn sie wollten, und verwies auf die englische Stadt Luton, in der muslimische Männer die Vollverschleierung ihrer Frauen mit Religionsfreiheit begründeten. Auf die erneute Nachfrage, ob sie für ein Kopftuchverbot für Mädchen sei, antwortete sie, dass sie für „pädagogische Überzeugungsarbeit“ und Elterngespräche sei, wenn diese ihre Kinder zwingen würden. Islamismus und Paralleljustiz seien lediglich eine „Randnotiz“.

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