„Ruhe in Frieden, Dolly“, schrieb Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der US-Präsident ordnete Trauerbeflaggung an – eine Woche lang soll die amerikanische Flagge auf Halbmast gesetzt werden, um die verstorbene Country-Ikone zu ehren.
Dolly Parton: Nein, da ist nicht nur „Jolene“, sondern auch „I Will Always Love You“, „Coat of Many Colors“ und „9 to 5“ – da sind viele tausend andere Superhits und die beeindruckende Frau hinter dem künstlerischen Wirken und dem kommerziellen Erfolg.
So geht ein Jahrhundert dahin. Sie schrieb und sang die berühmtesten Songs der amerikanischen Musikgeschichte. Jolene, jene Geschichte, in der eine Frau eine schier übermächtig schöne Konkurrentin anfleht, ihr nicht ihren Mann wegzunehmen – Ausgang: offen – oder ihre antipompöse Interpretation von „We are the Champions“ bis hin zu dem alten „Baby, it‘s cold outside“, das sie mit Rod Stewart zusammen gesungen hat.
Mit Dolly Parton ist ein Jahrhunderttalent verstorben – mit 80 Jahren in Nashville, etwa anderthalb Jahre nach ihrem Mann, dem Bauunternehmer Carl Dean. Mit ihm war sie seit 1966 ununterbrochen verheiratet, eine Ausnahmeerscheinung im wilden Showgeschäft.
Ihr Neffe Bryan Seaver teilte die Nachricht im Namen der Familie mit. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Zuletzt hatte Parton wegen gesundheitlicher Probleme ihre Konzertpläne aufgegeben.
Partons Lebensweg war eine amerikanische Aufstiegsgeschichte: Als viertes von zwölf Kindern wuchs sie in einer armen Farmerfamilie in den Smoky Mountains von Tennessee auf. Mit elf sang sie im Radio, mit 13 trat sie in der Grand Ole Opry auf. Nach der Schule zog sie nach Nashville, wo ihr an der Seite des Country-Stars Porter Wagoner der Durchbruch gelang.
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