Am Donnerstag wurde die Fußball-Weltmeisterschaft im altehrwürdigen Aztekenstadion in Mexiko-Stadt eröffnet – wo schon Fußballlegenden wie Pelé oder Diego Maradona Weltmeister wurden. Das Stadion erstrahlte im dunklen Grün des Gastgebers, der die Südafrikaner mit 2:0 besiegte. Doch die deutsche Öffentlichkeit interessiert sich kaum für die sportlichen Leistungen der Gastgeber – zumindest wenn man der Berichterstattung deutscher Medien Glauben schenken darf. Auch aus der Politik kommen zu dieser Weltmeisterschaft wieder ungewohnt viele Zwischenrufe.
Anders als im Falle der beiden letzten Gastgeber Katar und Russland, wo Autokraten regieren, jegliche Opposition unterbinden und Menschenrechtsverletzungen Alltag sind, ist der Grund für die regelrechten Empörungsstürme zu dieser WM deutlich banaler: US-Präsident Donald Trump und seine Politik.
Bereits 2018 und 2022 wirkte die Strategie der Politisierung des Turniers angesichts der mageren sportlichen Ergebnisse der deutschen Nationalmannschaft unpassend. Besonders vor vier Jahren in Katar ließ sich die Mannschaft selbst zu halbherzigen Protestaktionen hinreißen, etwa der „Hand-vor-den-Mund“-Aktion vor ihrem Auftaktspiel gegen Japan. Dass das Spiel am Ende auch noch mit 1:2 verloren ging, machte die Aktion vollends blamabel.
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