Das ZDF hat wegen seiner falschen Behauptung, Tech-Milliardär Elon Musk habe zur „Jagd auf Migranten“ aufgerufen, eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und die entsprechende Stelle bei ZDFheute live herausgeschnitten.
Im Vorfeld des rechtlichen Eingeständnisses des öffentlich-rechtlichen Senders hatte sich der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) uneinsichtig gezeigt. Wie der Deutschlandfunk berichtet, hatte der Verband das ZDF dazu aufgerufen, sich von dem „Theaterdonner“ nicht beeinflussen zu lassen. Musk habe wie jeder das Recht, sich gegen journalistische Berichterstattung zu wehren, wenn sie fehlerhaft sei, doch das emotionale Feuerwerk, das er gleichzeitig abschieße, zeige nur, dass er auf kritische Berichterstattung mit Klagen reagiere.
Beim DJV wollte man die Lage sogar politisch deuten: Musk wolle in die Fußstapfen von US-Präsident Trump treten – außerdem befand der Verband es laut Deutschlandfunk für „schlimm“, dass Musk in der Sache Rückendeckung vom heutigen Nius– und ehemaligen Bild-Chef Julian Reichelt bekommen habe. Damit stellt sich der Verband in der Kontroverse eindeutig auf die Seite des ZDF, obwohl der Sender selbst eingesteht, falsch über Musk berichtet zu haben. Immer wieder werfen Kritiker dem Verband, der die Interessen der deutschen Journalisten vertreten soll, politische Einseitigkeit vor.
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