Der „Kampf gegen Rechts“ war immer ein Kampf gegen die CDU

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Der „Kampf gegen Rechts“ war immer ein Kampf gegen die CDU
Bildquelle: NiUS

Die Linken bekämpften die bürgerliche Gesellschaft schon lange, bevor es die AfD gab. Wenn es die AfD nicht gegeben hätte, hätte die Linke sie erfinden müssen: Ohne AfD keine Brandmauer im „Kampf gegen Rechts“. In Wahrheit ist es aber ein Kampf gegen die CDU. Und eine CDU, die dabei mitmacht, bekämpft vor allem – die CDU. Das Bürgertum mauert gegen sich selbst.

In Deutschland baut sich Spannung auf. Wir erleben den Absturz der Volksparteien SPD und CDU zusammen mit dem beschleunigten Aufstieg der neuen Volkspartei AfD und der alten DDR-Staatspartei SED/Die Linke. Die AfD bildet im Bundestag die zweitgrößte Fraktion, und in Sachsen-Anhalt wird sie vermutlich bald ihren ersten Ministerpräsidenten stellen. Nach Bremen stehen auch den Ländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern Regierungen aus Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und SPD ins Haus, mit Modellcharakter für den Bund.

ie AfD bildet im Bundestag die zweitgrößte Fraktion.

Wie zwei magnetische Pole beherrschen die AfD und Die Linke das Feld. Nicht die AfD, sondern die CDU scheitert an der Brandmauer. Ihre beginnende „Kernschmelze“ ist das Ergebnis einer Strategie namens „Kampf gegen Rechts“. Er war stets gegen das staatstragende Bürgertum gerichtet, aber zwecks Tarnung spielte man geschickt über Bande. Parolen wie „Nie wieder Faschismus!“ sollten das christlich-konservative, gemäßigt nationale Milieu diskreditieren, das mit Faschismus gar nichts am Hut hatte.

Im Hintergrund ging es immer um die sozialistische „Systemfrage“ (Lothar Bisky). Schon die Linke der alten Bundesrepublik hat mit dem Extremismus vielfältig sympathisiert. Von 1950 bis 1990 hat sie die kulturelle Hegemonie erobert. CDU und CSU kämpften in den 70er- und 80er-Jahren dagegen an. Der damalige CDU-Bundesvorsitzende und spätere Bundeskanzler Helmut Kohl rief die „geistig-moralische Wende“ aus, um die Meinungshoheit der Linken zu brechen und die bürgerliche Gesellschaft zu retten. Er wurde dafür in seiner Amtszeit aus allen linken Strömungen heraus massiv angegriffen und herabgewürdigt. Die große Mehrheit der akademischen Eliten schloss sich dieser Schmäh-Schlacht gegen Kohl und die Union an, die darüber an Selbstbewusstsein und Kampfeswillen erheblich verlor.

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