Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer will ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige durchsetzen. Jugendliche sollen unter anderem von TikTok und Snapchat ausgeschlossen werden. Für die Umsetzung der Altersgrenze will Labour verstärkt auf Mittel der Überwachung setzen. Zur Überprüfung des Alters sollen Gesichtsscans eingesetzt werden.
Starmer will die Rahmenbedingungen des Vorschlags am Montag verkünden. Kern ist eine Anhebung der Altersgrenze für bestimmte Social-Media-Seiten. Zwar liegt diese nach dem britischen Datenschutzrecht zurzeit wie in den meisten anderen europäischen Ländern bei 13 Jahren – in der Praxis wird eine umfassende Prüfung jedoch nicht durchgesetzt. Das soll sich in Zukunft ändern.
Die neuen Beschränkungen sollen künftig durch „hochwirksame Alterssicherungssysteme“ durchgesetzt werden, einschließlich einer Schätzung des Gesichtsalters mithilfe digitaler Kameras.
Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom will sich an der bereits geltenden Verifikation beim Alkoholverkauf orientieren. Diese seit mehreren Jahren geltende Regel sieht einen Altersnachweis vor, wenn eine Person jünger als 25 aussieht, um das Risiko zu minimieren, dass Minderjährige durchrutschen.
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