Die Bundespolizei hat im ersten Halbjahr 2026 mehr als die Hälfte der Asylsuchenden zurückgewiesen, die bei Kontrollen an den deutschen Landgrenzen erfasst wurden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.
Demnach stellte die Bundespolizei in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 20.000 unerlaubte Einreisen an den deutschen Landgrenzen fest. Allerdings äußerten nur 1.024 der aufgegriffenen Personen ein Asylgesuch. Das entspricht rund fünf Prozent. Von diesen 1.024 Asylsuchenden wurden 514 zurückgewiesen. Damit durfte gut jeder Zweite, der bei einer Grenzkontrolle ein Asylgesuch äußerte, nicht nach Deutschland einreisen.
Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Kontrollen an den Landgrenzen. An deutschen Flughäfen registrierte die Bundespolizei im ersten Halbjahr zusätzlich rund 4.500 unerlaubte Einreisen. Insgesamt waren bereits zuvor rund 24.300 unerlaubte Einreisen an Land-, Luft- und Seegrenzen gemeldet worden.
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