„Ceuta, das chaotische Puzzle, in das die Siedlungen eingefügt werden müssen“, titelt dieser Tage die Lokalzeitung El Faro de Ceuta: „Während sich Tausende von Migranten weiterhin in Slums und in den Bergen aufhalten, werden provisorische Einrichtungen eingerichtet, die als Orte für die Abwicklung der Abschiebung angesehen werden. Es gibt einen Anziehungseffekt und einen Fluchteffekt.“
Das bedeutet: Für die illegal Gekommenen gibt es jeden Grund, Ceuta wieder zu verlassen, aus Angst vor der Ergreifung und Abschiebung durch die örtlichen Polizeikräfte. Denn die können nur in Ceuta halbwegs frei an dieser Stelle agieren. Haben die Migranten einmal die Straße von Gibraltar übersprungen, dann sind sie praktisch Teil des europäischen Asylsystems.
Die Madrider Regierung verwandle Ceuta in dieses „Puzzle“, so die Lokalzeitung, indem sie die in der Stadt befindlichen Migranten auf verschiedene Orte verteilt. Neben dem Strand Trampolín, wo mittlerweile Zelte die improvisierten Hütten ersetzt haben, kommen weitere Unterkünfte hinzu. Am Strand von Ceuta hat sich inzwischen ein Schwarzmarkt für Güter und Dienstleistungen fest etabliert. Für die Errichtung der Zelte wird der Sandstrand zerstört, Ceuta wird in „ein permanentes Flüchtlingslager“ umgebaut.
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