Krise in Ceuta: 160.000 Spanier protestieren gegen die Migrationspolitik der Sozialisten

vor etwa 12 Stunden

Krise in Ceuta: 160.000 Spanier protestieren gegen die Migrationspolitik der Sozialisten
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Demonstranten riefen in mehr als einhundert spanischen Städten „¡Sánchez, dimisión!“ („Sánchez, trete zurück!“) und „¡Pedro Sánchez, a prisión!“ („Pedro Sánchez, ab ins Gefängnis!“) – die Mobilisierung, von der Federación Española de Municipios y Provincias (FEMP) unter Führung der oppositionellen Partido Popular (PP) koordiniert, ist in Hunderten Gemeinden eindrucksvoll gelungen – von der nordafrikanischen Enklave selbst bis Madrid, Valencia und auch in Andalusien. In Madrid kamen nach Angaben der Regierung 50.000 Menschen auf die Plaza de Cibeles; das von der PP geführte Rathaus sprach von 150.000. In der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta selbst zählten Behörden 20.000 Teilnehmer – die Küstenstadt hat 83.000 Einwohner. Und in Andalusien sprach die Nationalpolizei von mehr als 160.000 Demonstranten. Spanische Medien wie El Español und La Razón bestätigten, dass Hunderttausende Menschen am Mittwochabend für ihre Solidarität mit Ceuta auf die Straßen gingen.

Der Auslöser für diesen Massenprotest der Spanier war die beispiellose Asyl-Invasion Ende Juli: Am 30. und 31. Juli 2026 überquerten 80.000 Menschen von Marokko aus die Grenze nach Ceuta. Die meisten dieser Migranten kehrten später zurück, doch bis zu 10.000 Invasoren blieben in der knapp 83.000 Einwohner zählenden Stadt, sie campieren noch immer an den Stränden, in Parks und auf Straßen. Die kleine Stadtgemeinde geriet unter enormen Druck: Die Polizei ist überlastet, es kommt zu Sexualverbrechen – die Bewohner klagen über ein Gefühl des Kontrollverlusts.

Die spanische Opposition wirft dazu Ministerpräsident Pedro Sánchez vor, Warnungen vor dem Grenzsturm bekommen, aber ignoriert zu haben. PP-Chef Alberto Núñez Feijóo sagte dazu in Madrid: „Eine Stadt Spaniens ist überfallen, besetzt worden – und das ist bedauerlicherweise mit Wissen der spanischen Regierung geschehen.“ Vox-Parteichef Santiago Abascal nannte den Regierungschef einen „Verräter“ und „Lakaien Marokkos“.

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