Nun erreicht das Phänomen „Grooming Gangs“, das seit Wochen bundesweit für Schlagzeilen sorgt, den Deutschen Bundestag: Die AfD-Fraktion fordert die Bundesregierung in einem Antrag dazu auf, die gruppenbasierte sexuelle Ausbeutung Minderjähriger durch sogenannte Grooming Gangs bundesweit zu erfassen, zu erforschen und gezielt zu bekämpfen.
Konkret verlangt die Fraktion die Einrichtung eigener polizeilicher Ermittlungskommissionen in allen Ländern und auf Bundesebene, um Fälle gruppenbasierter sexueller Ausbeutung Minderjähriger aufzudecken und konsequent zu verfolgen.
Darüber hinaus wird eine Erweiterung bestehender Bundeslagebilder des Bundeskriminalamtes gefordert. Künftig soll dort ein eigener Schwerpunkt zur gruppenbasierten sexuellen Ausbeutung Minderjähriger durch sogenannte Grooming Gangs aufgenommen werden. Außerdem fordern die Oppositionspolitiker eine neue wissenschaftliche Untersuchung und bundesweite Datenerhebung bereits bekannter oder hinreichend verdichteter Verdachtsfälle. Erfasst werden sollen unter anderem die Zahl der Täter und Opfer, Staatsangehörigkeiten, mögliche Migrationshintergründe, Tatorte, Tatzeiträume sowie die Methoden, mit denen Opfer angeworben und abhängig gemacht wurden. Auch internationale Vergleiche, etwa mit Großbritannien, sollen einbezogen werden.
AfD-Politiker Bernd Baumann
Für die AfD eröffnet Dr. Bernd Baumann die Debatte mit scharfen Worten. „Ein Beben geht durch Großbritannien und es hat auch größte Bedeutung für Deutschland.“ Die dort bekannt gewordenen Grooming-Gang-Skandale hätten „das Fass zum Überlaufen gebracht“. Die Fälle seien „die Folge einer völlig irre gewordenen unkontrollierten Einwanderungspolitik.“ Zugleich fordert er: „Mit der Politik des Wegschauens muss jetzt Schluss sein!“
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