Die ehemalige SPD-Ratsfrau Hülya Iri erhielt für ihren Integrationsverein in Hannover-Kronsberg staatliche Fördermittel in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Dennoch musste der Verein Insolvenz anmelden (Apollo News berichtete). Ein Großteil dieser Summe soll auf privaten Konten der Familie gelandet sein, wie Personen nun dem Spiegel berichten, die mit den Vorgängen vertraut sind. Iris Sohn und ihre Tochter waren ebenfalls im Vorstand des Vereins aktiv.
Mittlerweile ermitteln die Staatsanwaltschaft Hannover und auch die Europäische Staatsanwaltschaft, weil auch EU-Gelder involviert sind. Es steht der Verdacht des Betrugs, der Untreue und des Subventionsbetrugs im Raum. Über einen EU-Fördertopf des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erhielt der Verein „Integration Kronsberg“ seit 2023 insgesamt 740.000 Euro. Das BAMF fordert das Geld nun zurück.
Das Geld war für ein „Respektcafé Kronsberg“ gedacht, allerdings soll es dieses nicht gegeben haben. Wie eine Anwohnerin gegenüber dem Spiegel mitteilt, seien im Vereinsbüro zu Beginn einige Jugendliche gewesen. Zwei Mitarbeiter wurden laut dem Magazin angestellt, gingen jedoch bald wieder. „Dann wurde es ruhig, und Iri saß meistens allein da“, so die Anwohnerin.
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