Friedrich Merz versprach den ganz großen Politikwechsel. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht sogar ziemlich präzise, wie dieser beim Staatsapparat aussehen sollte: Der Personalbestand in der Ministerial- und Bundestagsverwaltung sowie in bestimmten nachgeordneten Behörden soll bis 2029 um mindestens acht Prozent sinken. Die Bundesregierung brauche weniger Personal, heißt es dort ausdrücklich.
Die Wirklichkeit der schwarz-roten Personalpolitik entwickelt sich in die diametral entgegengesetzte Richtung. Nach einer neuen Untersuchung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft umfasst der Personalbestand des Bundes 2026 insgesamt 305.753 Stellen. Im letzten vollständigen Haushaltsjahr der Ampel 2024 waren es 298.140. Innerhalb von zwei Jahren kamen damit 7.613 Stellen hinzu.
Für 2027 plant die Regierung bereits mit 310.487 Stellen. Gegenüber 2024 wären das 12.347 zusätzliche Stellen und ein Zuwachs um 4,1 Prozent. Der im Koalitionsvertrag angekündigte Personalabbau beginnt unter Merz und Klingbeil bislang als Personalaufbau.
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