Die US-amerikanische Atomaufsichtsbehörde NRC hat den Bau des ersten Kernkraftwerks genehmigt, das sich perfekt in moderne Stromnetze integrieren lässt. Diese sind dadurch gekennzeichnet, dass sehr viel Strom aus Solar- und Windkraftwerken eingespeist wird. Da diese stark wetterabhängig sind – ohne Wind beziehungsweise ohne Sonne kein Strom –,müssen in diesen Netzen Kraftwerke einspringen, die zuverlässig Strom erzeugen, um ausbleibenden grünen Strom zu ersetzen. Diese Aufgabe übernehmen in der Regel fossile Kraftwerke – kohlebefeuerte im schlechtesten und erdgasbefeuerte im besten Fall. Alle emittieren das Klimagas Kohlenstoffdioxid (CO2), das eigentlich niemand will. Doch noch führt mangels Alternativen kein Weg daran vorbei.
Das Kraftwerk, das jetzt in den USA gebaut wird, kann genau solche wetterbedingten Lücken stopfen, ohne CO2 zu emittieren, denn es wird mit riesigen Tanks ausgestattet, in denen Wärmeenergie in Form von flüssigem Salz gespeichert wird. Wenn es also an grünem Strom fehlt, wird diese Wärme genutzt, um zusätzlich Strom zu erzeugen.
Mit diesem Metall haben Reaktorbauer in Japan und Frankreich allerdings schlechte Erfahrungen gemacht. Die damit gekühlten Reaktoren sind alle wegen Leckagen stillgelegt worden. Unkontrolliert austretendes Natrium entzündet sich sofort und brennt wie eine Wunderkerze. Lediglich Russland beherrscht das tückische Material. Im Kernkraftwerk Belojarsk läuft eine solche Anlage mit einer Leistung von 800 Megawatt.
Presseclub · Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran? | 04.07.2026











