Die Modernisierung wichtiger Bahnstrecken kommt langsamer voran als geplant – und die aktuelle Großbaustelle zeigt, wie schlecht die Vorbereitung war. Bahn und Bund wollen bis 2031 nur noch 13 statt der bislang vorgesehenen 21 vielbefahrenen Strecken grundlegend erneuern. Das teilten die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium mit.
Die übrigen Projekte werden verschoben, nicht gestrichen. „Es werden keine Korridorsanierungen gestrichen, sondern nur verschoben“, hieß es. Welche Strecken ab 2032 Priorität bekommen, soll erst im kommenden Jahr entschieden werden. Gleichzeitig bleibt die Pünktlichkeit im Fernverkehr katastrophal: Im ersten Halbjahr 2026 kamen weniger als 60 Prozent der Fernzüge pünktlich an.
Der größte Skandal liegt bei der laufenden Korridorsanierung zwischen Lehrte und Berlin. Die Strecke ist seit Anfang Oktober für rund 15 Monate gesperrt – bis Ende 2027. Eigentlich sollten Züge während der Bauarbeiten zumindest in eine Richtung über die parallel verlaufende Lehrter Stammbahn umgeleitet werden.
Bundespräsident Steinmeier ernennt Alexander Schweitzer zum neuen Arbeitsminister | 13.10.26











