Bei der Abschlusskundgebung der Anti-Apollo News-Demo sprach auch der Linken-Politiker Moritz Warnke aus Treptow-Köpenick zu der Versammlung – vor den ehemaligen Redaktionsräumen in Alt-Treptow feierte der Politiker, der bereits im Herbst Stimmung gegen Apollo News gemacht hatte, den Wegzug der Redaktion – und das, obwohl der Schritt unter völlig anderen Vorzeichen erfolgte, als von Warnke und Co. angedacht.
So meinte etwa ein Vorredner, der ebenfalls bei der Linkspartei aktiv ist: „Es ist zwar erst mal nur ein kleiner Erfolg und wir fühlen natürlich mit den neuen Nachbarinnen von Apollo in Kreuzberg, aber es ist trotzdem ein Erfolg, den wir feiern dürfen. Denn die Kunst, die im Atelierhaus Mengerzeile entsteht, entsteht jetzt nicht mehr in direkter Nachbarschaft zu einem Portal, das dieser Kunst ihren Nährboden entziehen will.“ Dabei lässt man außer Acht, dass Apollo News weggezogen ist, weil die alten Redaktionsräume in Alt-Treptow für die schnell wachsende Zahl an Mitarbeitern nicht mehr groß genug waren.
Warnke sprach dabei jedoch nicht live auf der Demonstration, sondern ließ lediglich eine Grußbotschaft ausrichten – stattdessen war er auf dem Bundesparteitag der Linkspartei in Potsdam: „Weil ich es so wichtig finde, dass wir an diesem Tag nicht nur protestieren gegen diese sogenannten Online-Medien, Nius und Apollo News, sondern ich freue mich ganz besonders, dass wir hier stehen können und sagen, hier in Alttreptow gibt es keine Redaktionsräume mehr, wo dieser Hass ins Internet gekippt wird.“
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