Angst vor dem Crash – oder Gold, Geld und Währung

vor 10 Monaten

Angst vor dem Crash – oder Gold, Geld und Währung
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Krise um Geld und Erspartes ist im Mainstream angekommen: Bild am Sonntag warnt „vor dem nächsten Crash“ mit der Schlagzeile: „So schützen Sie Ihr Geld“ und heizt den Wettlauf um Gold weiter an: „Gold ist die ultimative Krisen-Anlage“. Das allerdings genau zu dem Zeitpunkt, an dem der Goldpreis wieder unter die magische Grenze von 4.000 Dollar je Feinunze rutschte. Aber immerhin, nach einem kurzen Rücksetzer vom Rekordhoch werden neue Höchstwerte erwartet.

Jamie Dimon, Vorstandschef der US-Großbank JP Morgan Chase, gehörte nach eigenen Angaben bisher privat nicht zu den Goldinvestoren. „Ich bin kein Goldkäufer – es kostet vier Prozent, es zu besitzen“, meinte Dimon kürzlich auf der „Fortune’s Most Powerful Women Conference“ in Washington. Umso erstaunlicher fiel seine Prognose zur weiteren Preisentwicklung des Edelmetalls aus: „Aber es könnte in einem Umfeld wie diesem leicht auf 5000 oder 10000 Dollar (pro Unze) steigen. Das ist eine der wenigen Zeiten in meinem Leben, in der es halbwegs rational ist, etwas Gold im Portfolio zu halten.“

Wenige Tage vor Dimons Auftritt erklärte Ken Griffin, Gründer des Hedgefonds Citadel, Investoren würden zunehmend Gold dem durch Rekordschulden belasteten Dollar vorziehen – was Griffin als „wirklich besorgniserregend“ nannte. Fast zeitgleich machte Ray Dalio, Gründer der Investmentgesellschaft Bridgewater Associates, seine Ansichten zur Papierwährung und zum Gold deutlich: „Die schlechte Schuldensituation des Dollars und anderer Reservewährungen bedroht deren Attraktivität.“ Dalio rät deshalb dazu, mindestens 15 Prozent des Ersparten entweder in Edelmetallen oder Bitcoin zu parken. Griffin und Dalio gelten ausweislich der Erfolgsgeschichte ihrer Fonds als Schwergewichte, wenn es um Markteinschätzungen geht.

Den Banker Dimon, der seit 2005 an der Spitze von JP Morgan steht, betrachten die Kollegen als Primus der Branche: Sein Institut erwirtschaftete 2024 einen Jahresüberschuss von 56,86 Milliarden Dollar – mehr als der Umsatz der Deutschen Bank.

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