Die ungarische Denkfabrik und Bildungseinrichtung „Mathias Corvinus Collegium Brussels“ (MCC Brussels) darf keine EU-Vertreter mehr einladen. Das folgt aus der aktuellen Entscheidung der EU, die Registrierung des konservativen Thinktanks aufzuheben. Dadurch ist es dem MCC ebenfalls nicht mehr möglich, langfristige Akkreditierungen beim EU-Parlament zu beantragen oder an fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppen teilzunehmen. Darüber berichtete unter anderem Politico.
Das MCC Brussels ist ein Ableger der ungarischen Bildungseinrichtung MCC und beschreibt sich selbst als eine Einrichtung, die „jungen Gaststudenten ein anspruchsvolles und anregendes Umfeld“ bietet, „um sich mit den politischen und Entscheidungsprozessen in Brüssel vertraut zu machen“. Das MCC und auch der Brüsseler Ableger erhielten in der Vergangenheit Fördermittel von der von Viktor Orbán geführten ungarischen Fidesz-Regierung.
„Wer glaubt, die Demokratie werde gestärkt, indem abweichende Stimmen unterdrückt werden, mißversteht die Demokratie selbst grundlegend“, kritisiert der Geschäftsführer von MCC Brussels, Frank Füredi, die Streichung der Registrierung in einer Stellungnahme am Montag. Bei der Entscheidung der EU, über die der Thinktank nach eigenen Angaben am Freitag informiert wurde, handele es sich „nicht einfach um eine administrative Meinungsverschiedenheit“.
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