Diesmal ist sie nicht „unter den Bus“ geraten. Im Gegensatz zum Sommerinterview vom vergangenen Jahr, als eine lautstarke Störaktion linksextremer Aktivisten samt Bus und Riesen-Schallanlage von der ARD technisch geschickt in Szene gesetzt wurde, hat sich das ZDF in diesem Jahr einen ruhigen Ort in Wien ausgesucht, wo sich Weidel gerade zu Gesprächen mit der FPÖ aufhält.
Moderator Wulf Schmiese, der ihr im weiteren Gesprächsverlauf immer wieder ins Wort fallen wird, findet es „irgendwo respektlos“, wenn Weidel die aktuelle politische Lage beschreibt. Und in der Tat zieht sie mit recht deutlichen Worten vom Leder: „Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun. Hat das unser Land verdient? Unser Land wird kaputtgemacht.“
Eine klare Beleidigung also, zumindest für jede sorgfältig hergestellte und gut funktionierende Zange.
„Die DNA der CDU ist die Lüge“, sagt Weidel. Für die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sieht sie deshalb große AfD-Erfolge voraus: „Wir werden in den ersten Bundesländern regieren. Und wir werden auch im Bund regieren.“ Die AfD werde „den Menschen zeigen, was wir können. Die Menschen haben das verdient“.
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