Fünf Jahre sind seit der Flutkatastrophe im Ahrtal vergangen. Hinter sich gelassen hat Deutschland die Katastrophe längst noch nicht. Ein Frührentner wird immer noch vermisst, wieder aufgebaut ist bei Weitem noch nicht alles und auch die Verantwortung für das politische Versagen in der Flutnacht wurde nie aufrichtig aufgearbeitet. Ein Rückblick.
185 Menschen verloren in jener Julinacht des Jahres 2021 ihr Leben. Doch die Tragödie ist bis heute nicht abgeschlossen. Ein Mann, der mit seinem Wohnmobil im Ahrtal unterwegs war, gilt noch immer als vermisst. Der Frührentner wollte seinen Lebensabend als Dauercamper auf dem Campingplatz Sahrtal bei Kreuzberg, einem Ortsteil von Altenahr, verbringen. Sein Zuhause war ein Wohnwagen mit Vorzelt, idyllisch gelegen unweit des Sahrbachs, ein kleiner Bach, der in die Ahr fließt. Trotz jahrelanger Suchmaßnahmen fehlt von ihm jede Spur.
Für seine Angehörigen hat die Katastrophe nie aufgehört. Auch für viele andere endete sie bis heute nicht. Die Flut zerstörte die Infrastruktur einer ganzen Region: Zehntausende Häuser wurden beschädigt oder weggerissen, Brücken stürzten ein, Straßen wurden überspült und Schulen verwüstet.
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