AfD-Wähler sollen gemieden werden: Widersetzen kategorisiert Menschen nach AfD-Nähe

vor 2 Monaten

AfD-Wähler sollen gemieden werden: Widersetzen kategorisiert Menschen nach AfD-Nähe
Bildquelle: Apollo News

Anfang Juni veranstaltete Widersetzen zur Vorbereitung auf den AfD-Parteitag im Predigerkeller, einem Jugendzentrum in Erfurt, einen Workshop, in dem die Teilnehmer für sogenannte „Nachbarschaftsgespräche“ geschult werden. Den Teilnehmern wird dabei gelehrt, dass es unterschiedliche „Typen“ gebe, denen man an der Haustür begegne, wie der Spiegel berichtet.

Der „Mustertyp“ sei „mega motiviert“ und würde nur darauf warten, „aktiv (zu) werden“, heißt es in dem Workshop. Typ drei zeichne sich dadurch aus, „komplett desinteressiert“ daran zu sein, gegen die AfD vorzugehen. Doch ein Typ sei noch schlimmer, wird den Kursteilnehmern versichert: Typ vier. Das sei der Typ „AfD-Wähler“. Den könne man nicht für die Blockade des Parteitags überzeugen, stellen die Kursleiter fest. Bei diesem „Typen“ sei es die Entscheidung der Teilnehmer, „wie viel Bock“ man habe, mit den Menschen zu sprechen.

Während es bei der Abstufung der verschiedenen „Typen“ offensichtlich um die jeweilige Bereitschaft zum Protest gegen den AfD-Parteitag geht, sprechen die Teilnehmer noch zu Beginn des Workshops darüber, dass sie lediglich „mit Leuten ins Gespräch kommen“ wollen. „Ich will zeigen, dass es auch mega viele super stabile Jugendliche in Ostdeutschland gibt, die sich politisch engagieren“, erklärt einer der Kursteilnehmer. Eine andere Teilnehmerin stimmt ihm zu: „Ich finde es wichtig, auch mal mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen.“

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