Der Bundesverband der Schausteller hat seine Teilnahme am prestigeträchtigen Wiesn-Rundgang wenige Tage vor der Eröffnung des Oktoberfestes in diesem Jahr aus Protest gegen die „Übergriffe“ der Gleichstellungsstelle der Stadt abgesagt. Damit wendet sich der Verband gegen die „Zwangspinselei“ von Figuren und stellt seine Aktion unter das Motto „Schausteller wehren sich gegen Zensur“.
Mehrere Fahrgeschäfte mussten zuvor aufgrund angeblicher sexistischer und rassistischer Stereotype umgestaltet werden. Beispielsweise wurden die jahrzehntealten Pappmaché-Figuren am Teufelsrad wegen angeblich zu freizügiger Darstellungen überarbeitet und stärker bekleidet.
Der Bundesverband der Schausteller wirft der Gleichstellungsstelle nun Zensur vor: „Angesichts des Übergriffs wegen angeblich rassistischer Stereotype auf der Fassade des Traditionsfahrgeschäfts Teufelsrad sagen wir unsere Teilnahme ab“, heißt es in einer Stellungnahme, über die die Münchner tz berichtet. Die vermeintlichen „Ratschläge zur freiwilligen Umsetzung“ sieht man als sich „nahtlos in Zensurmaßnahmen anderer Städte“ einreihend.
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