100.000 Jobs weg, vier Werke in Gefahr – VW besiegelt seinen historischen Kahlschlag

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100.000 Jobs weg, vier Werke in Gefahr – VW besiegelt seinen historischen Kahlschlag
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Die finanzielle Dauerkrise bei Volkswagen entlädt sich nun in einem gewaltigen Kürzungsschock. Am Donnerstagabend stimmte der Aufsichtsrat dem sogenannten Zukunftsplan 2030 des Vorstands einstimmig zu – einen Tag früher als geplant. Ein erster Anlauf des Vorstands war am 9. Juli noch am Widerstand im paritätisch besetzten Kontrollgremium gescheitert.

Konkret sieht der Plan eine weltweite Reduzierung der Beschäftigtenzahl um rund 50.000 Stellen vor, einschließlich Managementpositionen. Laut BILD-Berichten sind es sogar bis zu 60.000 Stellen inklusive Management, davon zunächst 47.200 sowie weitere 13.000 zur Schließung der Gemeinkostenlücke. Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies (SPD) machte am Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz, bei der mehrere deutsche Medien anwesend waren, klar, dass es so sein werde, dass „ungefähr die Hälfte der dann betroffenen Stellen auf Deutschland zufällt“.

Wohlgemerkt kommen diese Kürzungen zu der bereits im Jahr 2024 beschlossenen Kürzung hinzu, die bis 2030 den Abbau von rund 50.000 Stellen in Deutschland vorsieht. Insgesamt streicht Volkswagen damit also 100.000 Arbeitsplätze. Das entspricht rund 15 Prozent der weltweiten Belegschaft. Es ist ohne Frage die wohl größte personalbedingte Restrukturierung, die die deutsche Autoindustrie jemals gesehen hat. Die Umsetzung des Sparprogramms soll Europas größten Autobauer insgesamt zwischen 6,6 und 10 Milliarden Euro kosten.

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