Die Schauspielerin und Moderatorin Ruth Moschner hat die AfD bei Maybrit Illner scharf kritisiert und der Partei vorgeworfen, ihre Wähler zu „verarschen“. Die Vorständin des Anti-Desinformationsvereins „teilensWert“ argumentierte, die Partei mache ihren Wählern bei zentralen sozialen Fragen Versprechungen, die sie ausweislich ihres Parteiprogramms nicht erfüllen könne. Zugleich warf Moschner den „demokratischen Parteien“ vor, zu lange auf die AfD reagiert zu haben, statt über eigene Inhalte zu sprechen.
AfD-Wähler wollten vor allem bezahlbare Mieten, eine gute Rente, bessere Löhne und eine funktionstüchtige Infrastruktur. „Das würde die AfD gar nicht schaffen“, so Moschner. Wer in das Wahlprogramm schaue, sehe vielmehr „eine Partei für Reiche“, sagte sie. Dies gehe aus ihrer Sicht am eigentlichen Wählerwillen vorbei.
Deshalb finde sie es auch „ganz, ganz schwierig“, wenn andere Parteien den Dialog mit der AfD suchten und mit „Rassisten und Menschenfeinden“ redeten. Gleichzeitig betonte sie, dass der direkte Kontakt zu AfD-Wählern wichtig sei. „Ich finde es ganz, ganz wichtig, mit den Wählenden zu sprechen und da im Gespräch zu bleiben“, sagte sie. „Demokratische Parteien“ wie SPD und CDU hätten dabei „den Zug sowas von verpasst“, weil sie sich zu stark auf die AfD konzentrierten und nicht über bloße „Reaktionspolitik“ hinauskämen.
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