Strafanträge, Stinkefinger und sogar der Drachenlord hat seinen Auftritt: Mal wieder ist es der AfD-Landesverband in Nordrhein-Westfalen, der mit Chaos, angeblichen Bedrohungen und inneren Machtkämpfen mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam macht. Beim Parteitag in Marl lieferte sich das Lager um Landeschef Martin Vincentz erneut einen harten Machtkampf mit dem Parteikreis um Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich.
Während der Wirbel um die Ereignisse noch nicht abgeklungen ist, stellt sich vor der Fortführung am kommenden Wochenende die Frage: Wie geht es weiter mit den Streithähnen?
Mit einem freundlich-friedlichen Listen-Parteitag haben bei der Alternative für Deutschland in NRW sicher die wenigsten gerechnet. Eigentlich sollte die Landesliste für die anstehende Landtagswahl im April nächsten Jahres gewählt werden. Dass der Parteitag jedoch mit einem Strafantrag und dem Vorwurf endet, Helferich sei von seinem Bundestagskollegen Knuth Meyer-Soltau beschimpft und beinahe vom Stuhl geschubst worden, hätte sich vermutlich niemand ausgemalt.
Wie das Portal The Pioneer berichtet, hat Helferich einen Strafantrag gegen seinen Parteikollegen gestellt und Alice Weidel und Tino Chrupalla bereits per Mail darüber unterrichtet. Darin habe Helferich den Vorfall genauer geschildert: „Im Rahmen der Landeswahlversammlung der AfD NRW in Marl, schritt Herr Meyer-Soltau durch die Sitzreihe, in der auch ich mich aufhielt. Herr Meyer-Soltau stieß vorsätzlich oder fahrlässig massiv gegen meinen Stuhl und Oberkörper, sodass ich mich nur durch das Festhalten an der Tischkante vor einem Sturz bewahren konnte. Überrascht über diesen Vorgang, rief ich Herrn Meyer-Soltau hinterher: „Was soll das?“ Knuth Meyer-Soltau antwortete: „Halt deine Fresse, du dummes Arschloch.“
Er richtet schwere Vorwürfe an seinen Parteikollegen: Matthias Helferich am vergangenen Wochenende.
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