Am Vormittag ist vom Flughafen Leipzig ein Abschiebeflug aus Deutschland nach Afghanistan gestartet. Wie die Bild berichtete, handelte es sich um einen vom Bund gecharterten Direktflug mit 20 ausreisepflichtigen Männern an Bord, die in Deutschland straffällig geworden waren. Unter ihnen befanden sich demnach Männer, die wegen Sexualdelikten, Körperverletzung und Drogendelikten verurteilt worden waren.
Der Flug stellt den ersten direkten Rückführungsflug nach Afghanistan dar, der auf einer zuvor getroffenen Vereinbarung mit der afghanischen Regierung beruht. Das Bundesinnenministerium hatte nach eigenen Angaben über mehrere Monate hinweg direkte Gespräche mit Kabul geführt, um die Voraussetzungen für solche Rückführungen zu schaffen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte gegenüber der Bild: „Die Abschiebung von Straftätern ist ein zentraler Baustein von Kontrolle, Kurs und klarer Kante in der Migrationspolitik. Unsere Vereinbarung schafft eine verlässliche Grundlage für direkte und dauerhafte Abschiebungen nach Afghanistan.“ Weiter sagte er: „Unsere Gesellschaft hat ein Interesse daran, dass Straftäter unser Land verlassen. Deswegen handeln wir konsequent und bauen die Abschiebungen Schritt für Schritt aus.“
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