Der Wahlsieg der Linken in Berlin sorgt für Schlagzeilen – auch außerhalb der deutschen Presselandschaft. Vor allem in der Türkei wird der Erfolg von Spitzenkandidatin Elif Eralp gefeiert. So heißt es dort etwa beim türkischen Fernsehsender Halk TV, die Wahl von Eralp ins Rote Rathaus sei ein „historisches Ergebnis in Deutschland“. Die Tageszeitung Sözcü schrieb: „Türkische Kandidatin sprengt die Urnen; die Deutschen sagten ‚Elif‘!“
Auch im arabischsprachigen Raum wurde über den Wahlausgang berichtet. In einem auf TikTok verbreiteten Video, das einen Beitrag des Senders Al Arabiya zeigt, ist der Untertitel „Es lebe Palästina“ zu lesen, darunter Aufnahmen feiernder Anhänger der Berliner Linkspartei nach dem Wahlsieg. Auch der arabischsprachige Sender Al Jazeera berichtete über den Wahlsieg der Linken.
Eralp selbst hatte den Ton am Wahlabend mitbestimmt. In einer Rede nach der ersten Prognose am Sonntagabend sagte sie auf Türkisch: „Wir haben Geschichte geschrieben, Freunde.“ Sollte sie Regierende Bürgermeisterin werden, wäre sie nicht nur die erste Linke an der Spitze Berlins, sondern auch die erste Regierungschefin der Hauptstadt mit Migrationshintergrund. Die Linke ist laut vorläufigem Ergebnis mit 25,7 Prozent klar stärkste Kraft geworden und könnte mit den Grünen und der SPD regieren.
Wahlen 2026 in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: Analysen und Einschätzungen zum Wahlausgang









