Eigentlich war sie schon verschwunden, die SED / PDS / Linke. Bei der Bundestagswahl 2021 kam sie nur noch auf 4,9 Prozent. Aber jetzt erlebt sie ein Comeback, das selbst den dubiosen Begründer Gregor Gysi erstaunen lässt. Neue Gesichter haben die alten grauen Funktionärsfratzen ersetzt; mit Propagandabegriffen wie „Enteignung“, „Berlin bezahlbar machen“ und Kampf gegen die „Reichen“ kann sie das Fußvolk mitreißen. Da macht selbst die Unterwelt mit; die kennt sich mit Enteignung ebenfalls aus. Dabei entstammen die meisten Funktionäre selbst wohlhabenden Kreisen oder stoßen dazu und erhalten kräftige Politfunktionärsgehälter. Und noch immer verrät Gysi nicht, wo die SED-Milliarden sind, nimmt es selbst mit Offenheit nicht ernst.
Sie träumen von einem umfassenden Umbau der Hauptstadt: mehr öffentliches Eigentum, stärkere Eingriffe in den Wohnungsmarkt, zusätzliche Sozialleistungen und weitreichende Veränderungen bei Polizei, Migration und Schulen. Forderungen reichen weit über die öffentlich besonders betonte Mietenpolitik hinaus.
Im Zentrum steht die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne. Rund 220.000 Wohnungen sollen in öffentliche Hand übergehen und sogenannt „gemeinwohlorientiert“ verwaltet werden. Die Linke will damit den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ umsetzen. Für landeseigene Wohnungsunternehmen sind ein Mietendeckel und ein Räumungsstopp vorgesehen. Ein neues Landesamt für Mieterschutz soll gegen überhöhte Mieten vorgehen.
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