Der MDR Sachsen-Anhalt hat am Montagmorgen nach einer Nachricht einige Sekunden Stille als Zeichen gegen eine mögliche AfD-Regierung gesendet. Am Ende der Nachrichten war fünf Sekunden lang nichts zu hören, bevor die Nachrichtensprecherin an eine Kollegin übergab. „Wie Sie hören, hören Sie nichts. Keinen MDR mehr in Sachsen-Anhalt? Und damit auch kein MDR Sachsen-Anhalt, mein Radio, mein Zuhause? Das könnte passieren“, sagte sie.
Auch auf dem Instagram-Account des Senders wurden einige Bilder in den regionalen Beiträgen durch schwarze Kacheln ersetzt. So will der öffentlich-rechtliche Sender auf mögliche Folgen der Kündigung des Rundfunkstaatsvertrags aufmerksam machen. Denn die AfD hatte angekündigt, den Medienstaatsvertrag kündigen zu wollen, sollte sie in dem Bundesland die Regierung stellen.
Auf der Webseite mdr.de/unternehmen informiert der Sender ausführlich darüber, weil viele Menschen die Wahlkampfankündigung der AfD nicht mitbekommen hätten, wie Leserbriefe an den Sender gezeigt hätten. Der Mitteldeutsche Rundfunk ist für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig. Jedes der Bundesländer kann den MDR-Rundfunkstaatsvertrag zum Jahresende mit einer Frist von zwei Jahren kündigen. Zugleich müsste ein neues Modell für einen öffentlichen Rundfunk vorgelegt werden.
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