Eine aktuelle Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon hat ergeben, dass Offshore-Windparks Niederschläge beeinflussen können. Die Windkraftanlagen verändern der Studie zufolge die Luftströme so, dass es über dem Meer vermehrt regnet und in Küstenregionen weniger.
In der Studie simulierte die Forschungsgruppe auf Grundlage von Wetterdaten zwischen 2008 und 2017 die Entwicklung der Offshore-Windparks für die Jahre 2023, 2030 und 2050. Die Forscher kamen bei dem maximalen Ausbau der Windparks im Jahr 2050 zu dem Ergebnis, dass sich die Niederschläge an den Küsten Deutschlands, Großbritanniens und der Niederlande um 10 bis 12 Prozent verringern. Hingegen kommt es über dem Meer vermehrt zu Niederschlägen.
Konkret sorgen die Anlagen dafür, dass sich die Luftströmungen verwirbeln. Hinter den Windrädern entsteht schließlich ein erhöhter Austausch zwischen den Luftschichten, wodurch feuchte Luft verstärkt aufsteigen, abkühlen und kondensieren kann. Es kommt also verstärkt zur Wolkenbildung und zu Niederschlägen über dem Meer.
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