Eine Mutter aus Wien-Meidling erhebt schwere Vorwürfe gegen die Zustände an der Volkschule (Äquivalent zur deutschen Grundschule) ihrer Tochter. Nach ihren Schilderungen in der österreichischen Tageszeitung Heute sei das Mädchen in der ersten Klasse schon nach wenigen Monaten das einzige deutschsprachige Kind gewesen.
Zu Beginn habe es noch vier Kinder mit deutscher Muttersprache gegeben, doch viele Eltern hätte reagiert und ihre Kinder prophylaktisch auf Privatschulen geschickt. „Unsere Tochter blieb als einzige Deutschsprechende in der Klasse“, sagt die Mutter. Nach ihrer Darstellung habe das auch die sprachliche Entwicklung ihrer Tochter eingeschränkt.
So fällt ihre Bilanz nach dem ersten Schuljahr drastisch aus: „Unsere Tochter hat das Reden verlernt, schon bald hat sie keine Artikel mehr verwendet – das war kein Deutsch mehr“, sagt die Mutter. Auch der Lernfortschritt in der Klasse sei insgesamt erschreckend gering gewesen: „Nach einem Jahr Volksschule konnte niemand in der Klasse das ABC bis zum Ende“.
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